Mai 2019 - Chorfahrt nach Würzburg

Collegium Cantorum besucht das Mozartfest in Würzburg

Die fränkische Residenzstadt Würzburg am Main war das Ziel der diesjährigen Chorfahrt des Collegium Cantorum. Bei Sonnenschein und in fröhlicher Stimmung startete die Fahrt am frühen Morgen gen Süden. Bereits am Mittag erreichte die Gruppe die hoch über der Stadt thronende Festung Marienberg. Von oben bot sich den Sängerinnen und Sängern ein herrlicher Anblick auf die Stadt, ihre zahlreichen Kirchen und die Steilhänge der Weinberge. Nach einer kurzen Pause im Biergarten des Burggasthofes bekamen die Sängerinnen und Sänger auf ihrem Erkundungsgang von den Burgführern einen Einblick in die über tausendjährige Geschichte dieses beeindruckenden Baudenkmals, das den Fürstbischöfen jahrhundertelang als Herrschaftssitz - auch gegen die aufsässigen Würzburger - diente und heute ein Wahrzeichen der Stadt ist.

Vom Hotel aus ging es zu Fuß zum gemeinsamen Abendessen in die Weinstuben des berühmten Juliusspitals. Anschließend stand eine humorvolle historische Erlebnisführung mit dem Würzburger Nachtwächter durch die Gassen der Altstadt auf dem Programm. Auf der Alten Mainbrücke mit ihren barocken Statuen , den „Brückenheiligen“, ließen die meisten diesen lauen und stimmungsvollen Frühlingsabend bei einem Gläschen Wein, dem sogenannten „Brückenschoppen“, ausklingen.

Bei der Führung durch das fürstbischöfliche Residenzschloss am nächsten Vormittag faszinierte die Reisegruppe die barocke Pracht der Schauräume des heutigen Weltkulturerbes. Insbesondere das von Tiepolo geschaffene und größte jemals gemalte Deckenfresko im Treppenhaus des Gebäudes. Ebenso der kunstvoll angelegte Hofgarten. Ab dem Mittag bot der Mozarttag in der Innenstadt auf verschiedenen Bühnen Livemusik von Künstlern aus der Region im Rahmen des  vierwöchigen Mozartfestes, eines der ältesten Klassikfestivals in Deutschland. Gemütlich zu  Abend gegessen wurde im Gasthaus „Alter Kranen“, direkt am historischen Hafenkran gelegen.

Von dort aus startete die Gruppe am nächsten Vormittag bei herrlichem Wetter mit dem Ausflugsdampfer mainabwärts zum Schloss Veitshöchheim, der letzten Reisestation. Zum Abschluss stand die Besichtigung der fürstbischöflichen Sommerresidenz mit dem schönsten Rokokogarten Europas auf dem Programm. Leider blieb für einen Spaziergang in dieser nach Originalplänen wieder restaurierten Anlage mit seinen imposanten Sandsteinsteinskulpturen nicht sehr viel Zeit. Dafür kamen alle beim abschließenden gemeinsamen Essen im schönen Ambiente des direkt am Hofgarten gelegenen Restaurants noch einmal in den Genuss der Spezialitäten der fränkischen Küche, bevor es am späten Nachmittag wieder mit dem Bus zurück nach Holzminden ging.

Alle Mitreisenden waren sich einig: „Was für ein tolles Programm und ein schönes gemeinsames Wochenende in Würzburg“.

Annegret Spickermann

 

Termine für 2019

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Terminplan als pdf-Download:

 

Neben weiteren Stücken wird in 2019 das Requiem "Missa pro defunctis" in d-Moll, komponiert im Jahre 1855 von Franz von Suppé, einstudiert.

Suppè komponierte das Requiem zum Andenken an Franz Pokorny, dem Direktor des Theater an der Wien. Pokorny hatte Suppè 1845 an sein Haus verpflichtet und den jungen Theaterkapellmeister in vielfacher Weise gefördert.

Uraufgeführt wurde das Werk im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes am 22. November 1855 in der Piaristenkirche Maria Treu in Wien (Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen zum Komponisten hier: Franz von Suppé - Wikipedia

Eigenstudium möglich mit CyberBass:
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Franz von Suppé im Jahre 1885
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