Oratorium "Elias"
Von Felix Mendelssohn-Bartholdy
Was ist ein Oratorium?
Unter einem Oratorium versteht man im Allgemeinen ein Abend füllendes, meist geistliches Werk für Soli, Chor und Orchester nicht in szenischer (wie in der Oper), sondern in konzertanter Aufführung.
Die Bezeichnung leitet sich ab vom Oratorio (Betsaal), wo man Bibellesungen und andächtige Betrachtungen mit geistlichen Liedern (Lauden) abhielt.
Mit der Entwicklung der Oper läuft die des Oratoriums parallel, besonders in der Verwendung von Rezitativ (Sprechgesang), Arie (Solo- oder Chorgesang), Generalbass und Orchester.
Zum Oratorium „Elias“
„Paulus“ und „Elias“ zählen zu den wichtigsten Oratorien des 19. Jahrhunderts
„Elias“ ist ein Oratorium nach Worten des Alten Testaments für 4 Solostimmen und Orchester
Die Uraufführung des „Elias“ erfolgt 1846 in Birmingham
Im „Elias“ steht nicht ein Lebenslauf im Vordergrund, sondern die Schilderung einiger dramatisch bewegter Situationsbilder.
Aufbau des Oratoriums „Elias“
Einleitung
Erster Teil des Oratoriums
Das Volk leidet
unter der großen Dürre und lehnt sich gegen Elias auf. Elias
wird vertrieben.
Nach drei Jahren kehrt Elias zurück und verspricht, dass es wieder regnen wird
In einer Feuerprobe
beweist Elias, dass die Götzen Baals machtlos sind gegenüber dem
Herrn Israels.
Elias betet um Regen; der lang ersehnte Regen kommt.
Zweiter Teil des Oratoriums
Elias beschuldigt den König Ahab des Götzendienstes. Die Königin hetzt das Volk gegen Elias auf
Elias flieht in die Wüste
Noch einmal kehrt Elias zurück, um voller Eifer und Hingabe als Prophet zu wirken
Dann erfolgt die
Himmelfahrt
des Elias in einem „feurigen Wagen mit feurigen Rossen“.
Schluss-Chor:
Alsdann wird euer Licht hervorbrechen wie die Morgenröte. Wie
herrlich ist dein Name in allen Landen,
da man dir danket im Himmel. Amen!